Die tanzenden Nordlichter am Himmel zu sehen, ist ein unvergesslicher Moment. Diese Magie auf einem Foto festzuhalten, lässt sie noch lange nach der Nacht wiederaufleben. Allerdings ist das Fotografieren der Aurora nicht immer einfach. Etwas Vorbereitung, die richtigen Einstellungen und bewährte Tipps können den Unterschied machen (ja, wir mussten das auf die harte Tour lernen).
Was wäre ein besseres Souvenir aus Lappland als dein eigenes atemberaubendes Nordlichtfoto? Ob mit Smartphone oder Kamera: Dieser Guide hilft dir, das Beste aus dem Erlebnis herauszuholen.
Bereite dich vor dem Aufbruch gut vor. Nordlichter sind meist von Ende August bis April sichtbar. Je weiter nördlich des Polarkreises du bist, desto besser sind die Chancen. Prüfe die Wettervorhersage, wähle einen Ort fernab von Lichtverschmutzung und zieh dich warm an. So kannst du dich auf den Himmel konzentrieren, wenn die Show beginnt.
Nordlichter mit dem Handy fotografieren
Keine Kamera? Kein Problem: Moderne Smartphones sind leistungsfähig und nehmen mit der richtigen Technik wunderschöne Nordlichtfotos auf.
Unterstützt dein Handy den manuellen/Pro-Modus, nutze ihn. Viele Android-Geräte erlauben ISO-, Verschlusszeit- und Fokus-Anpassung – wichtig bei wenig Licht. Unterstützt es RAW-Aufnahmen, wähle RAW statt JPEG: So bleiben mehr Details erhalten und du kannst später flexibler bearbeiten.
iPhone-Nutzer können den ab der iPhone-11-Serie verfügbaren Nachtmodus nutzen. Er aktiviert sich im Dunkeln automatisch, verlängert die Belichtung und reduziert Rauschen. Ohne manuelle Einstellungen kann er Wunder wirken; die Ergebnisse hängen jedoch von Bedingungen und Modell ab.
Tipp: Nutze die Hauptkamera (1x) statt des Ultraweitwinkels (0,5x). Letzterer erfasst mehr Himmel, lässt aber weniger Licht herein; die Aurora wirkt oft weicher. Das Hauptobjektiv ist bei wenig Licht meist deutlich besser.
Vermeide den Blitz. Er erhellt den Himmel nicht und kann dein Foto sowie das Erlebnis anderer leicht verderben. Lass stattdessen das natürliche Leuchten der Aurora vor dem dunklen Himmel wirken.
Wie bei einer Kamera ist ein Stativ äußerst hilfreich. Lange Belichtungszeiten erfordern absolute Stabilität, selbst kleine Bewegungen verwischen das Bild.
Nordlichter mit einer Kamera fotografieren
Bei Kameras ist Langzeitbelichtung entscheidend für Aurora-Aufnahmen. Bleibt der Verschluss mehrere Sekunden offen, ist Stabilität entscheidend; ein gutes Stativ daher unverzichtbar.
Kamera-/Objektivwahl
Eine Vollformatkamera ist dank ihrer besseren Leistung bei wenig Licht ideal, aber nicht die einzige Option. Kombiniere sie mit einem Weitwinkelobjektiv und großer Blende (z. B. f/2.8 oder größer). So gelangt mehr Licht auf den Sensor und du kannst hellere, schärfere Nordlichter aufnehmen.
Jede Kamera verhält sich im Dunkeln etwas anders. Übe daher vor deinem Nordlichtabenteuer Aufnahmen des Nachthimmels. Mach dich mit den Einstellungen vertraut und fotografiere immer im RAW-Format, um möglichst viele Details zu bewahren.
Kameraeinstellungen erklärt
Stelle die Kamera manuell ein, um Verschlusszeit, Blende und ISO – die drei Elemente des Belichtungsdreiecks – vollständig zu steuern.
Die Verschlusszeit bestimmt die Lichtdauer. Für Nordlichtfotos: ca. 3–25 Sekunden. Bei schneller Aurora 3–7, bei ruhiger oder schwacher Erscheinung meist 10–25 Sekunden.
Die Blende steuert, wie viel Licht ins Objektiv gelangt. Öffne sie so weit wie möglich. Für Nordlichtfotos ist eine Blende zwischen f/1.4 und f/2.8 ideal.
ISO steuert die Lichtempfindlichkeit. Höhere Werte hellen auf, erzeugen aber Rauschen. ISO möglichst niedrig halten, aber genug Licht einfangen; meist sind bis etwa 5000 ein guter Kompromiss. Für scharfe Bilder manuell auf einen hellen Stern fokussieren; so bleiben Sterne und Nordlichter klar. Fokus-Peaking hilft, indem es scharfe Bereiche hervorhebt. Autofokus hat im Dunkeln oft Schwierigkeiten, daher ist manueller Fokus meist am sichersten.
Zusätzliche Tipps für Kameranutzer
Kälte entlädt Akkus schnell – bewahre Ersatzakkus warm in einer Innentasche auf. Dünne Handschuhe erleichtern Einstellungen, ohne dass die Finger frieren.
Noch unsicher bei deinen Fotokünsten?
Du musst nicht alles allein herausfinden. Begleite uns auf einem Nordlichtabenteuer und lerne unterwegs, bessere Fotos aufzunehmen.
Nordlichter zu fotografieren erfordert Übung, und jeder fängt einmal an. Prüfe die Vorhersage, zieh dich warm an, mach dich mit deinem Gerät vertraut und sei bereit, wenn der Himmel erstrahlt. Mit Geduld und den richtigen Techniken gelingen dir beeindruckende Bilder dieses magischen Naturphänomens.
Einfache Nordlicht-E-Fatbike-Tour
https://polarstartravel.fi/en/experiences/easy-northern-lights-e-fatbike-tour/
Abendliche Schneeschuhtour zur Nordlichtsuche
https://polarstartravel.fi/en/experiences/evening-snowshoeing-to-search-for-northern-lights/

